Optionen handeln – Anleitung, Beispiele & Rendite-Chancen
- Optionen handeln – Anleitung, Beispiele & Rendite-Chancen
- Was ist Optionshandel?
- Wie funktioniert der Optionshandel?
- Optionshandel lernen
- Optionen handeln lernen – Schritt für Schritt
- eBook: Optionen verstehen & profitabel handeln
- Cheat Sheet: Das optimierte Wheel of Fortune
- Cheat Sheet: Die Griechen (Delta, Gamma, Theta, Vega, Rho)
- Cheat Sheet: Die Strategien (wann am Besten welche?)
- Cheat Sheet: Die Strategien auf einen Blick (wie sind sie aufgebaut?)
- Cheat Sheet: Trades reparieren (mache Verlierer zu Gewinnern!)
- Tipps für den Einstieg in den Optionshandel
- Optionen handeln lernen – Schritt für Schritt
- Broker für den Optionshandel
Was ist Optionshandel?
Optionshandel einfach erklärt
Vereinfacht ausgedrückt, versichern Optionshändler (auch Stillhalter genannt) andere Börsenteilnehmer gegen Kursverluste oder -anstiege. Dafür erhalten sie eine Prämie, die – egal, ob ein Schaden eintritt oder nicht – beim Verkäufer der Option verbleibt.
Man nennt dies auch Stillhalter-Strategie oder Stillhalter-Geschäft.
Definition & Bedeutung
Eine Option ist ein Terminkontrakt.
Also ein Recht, einen Basiswert (zum Beispiel eine Aktie oder einen ETF) an (oder bis zu) einem bestimmten Termin zu einem festgelegten Preis kaufen oder verkaufen zu dürfen, aber nicht zu müssen.
Dafür erhält der Verkäufer der Option die Prämie, der Käufer muss diese bezahlen.
Unterschied zu Optionsscheinen
Viele verwechseln echte Optionen mit den hierzulande viel bekannteren Optionsscheinen.
Optionen sind aber das viel bessere Produkt und haben folgende Vorteile:
- keine Knock-Out-Schwellen (und damit kein Totalverlust, wenn der Kurs des Basiswerts nur kurz eine Schwelle über- oder unterschreitet)
- eine transparente, faire Kursfeststellung an den Börsen durch Angebot & Nachfrage
- kein Emittentenrisiko
- eine komplette Standardisierung des Produkts (jede Option funktioniert genau gleich)
- vielfältige Kombinationsmöglichkeiten
Daher bitte nicht Optionen mit Optionsscheinen verwechseln!
Optionen sind seriöse Finanzinstrumente, die an den Terminmärkten gehandelt werden und keine wilden Zockereien!
Wie funktioniert der Optionshandel?
Optionen handeln
Generell ist der Ablauf immer gleich:
- Basiswert aussuchen (Aktie, ETF, Währung, Rohstoff, etc.)
- Strategie auswählen (marktneutral, steigend, fallend)
- Fälligkeitstermin und Strikes (Kursniveaus) in der Optionskette finden
- Risiko abschätzen und mit eigenem Depot in Einklang bringen
- Optionen handeln
Grundlagen & Strategien
Die einfachste Möglichkeit, Geld mit dem Optionshandel zu verdienen, liegt darin, Aktien über Puts zu kaufen.
Dabei sicherst du einem anderen Börsenteilnehmer zu, dass du 100 Aktien von deinem gewählten Unternehmen bis zum Termin x in der Zukunft zu dem festgelegten Kurs von Y / Aktie kaufen wirst, wenn der Käufer der Option das will. Als Verkäufer erhältst du dafür die Prämie.
Umgekehrt kannst du auch, wenn du schon im Besitz von 100 Aktien bist, einen Call verkaufen.
Damit darf der Käufer dieser Option bis zu einem Termin x die Aktien für einen Kurs von Y / Aktie von dir kaufen, wenn er das will. Du erhältst dafür wiederum eine Prämie.
Vorteile
Warum auch du den Optionshandel erlernen solltest:
- Du kannst damit in allen Marktphasen – egal ob fallend oder steigend – Geld verdienen
- Du kannst dich endlich für deine Limit-Orders und fürs Warten bezahlen lassen
- Die Statistik ist – genau wie bei Versicherungen – auf deiner Seite
- selbst im Schadensfall kannst du dich mit den richtigen Strategien vor Verlust schützen
Beispiele
Ganz konkret bedeutet das bei einem Put folgendes:
Die Aktie steht aktuell bei einem Börsenkurs von 50,4 $ / Stück.
Du entschließt dich, einen Put mit dem Strike 50 $ / Stück zu einem Termin in 30 Tagen zu verkaufen.
Dafür erhältst du ungefähr 60 $ an Prämie.
Bleibt der Kurs der Aktie über 50 $, wird die Option am Ende der Laufzeit wertlos und verfällt. Du hast den vollen Gewinn gemacht.
Fällt der Kurs unter 50 $, musst du die 100 Stück zu 50 $ / Stück kaufen. Dies kostet dich also 5.000 $. Aber dafür erhältst du auch die Aktien. Und zwar günstiger, als sie zum Zeitpunkt des Verkaufs der Option gehandelt wurden. Die Prämie gehört auch in diesem Fall dir.
Mal angenommen, dir wurden die Aktien eingebucht. Jetzt entschließt du dich, einen Call mit Strike 50 zu schreiben, diesmal mit einer Laufzeit von nur 14 Tagen. Dafür erhältst du 50 $ an Prämie.
Bleibt der Kurs der Aktie unter 50 $ wird die Option wieder wertlos und verfällt. Danach kannst du wieder eine Option verkaufen.
Steigt er aber über 50 $, wirst du die 100 Aktien zu 50 $ / Stück verkaufen müssen. Jetzt kannst du wieder einen Put verkaufen.
Rendite im Optionshandel
Je nach gewählten Strategien, Basiswerten und dem Marktumfeld ergeben sich Renditen von etwa 10 – 30 % / Jahr auf das eingesetzte Kapital.
Und das bei relativ wenig Zeiteinsatz (je nach Depotgröße 30 Minuten bis 3 Stunden pro Woche).
In den beiden Beispielen von vorher hätten sich übrigens folgende Renditen ergeben:
| Was? | Risiko | Ertrag | Rendite | Rendite / Jahr |
|---|---|---|---|---|
| Put, 30 Tage | 5.000 $ | 60 $ | 1,20 % | 14,40 % |
| Call, 14 Tage | 100 Aktien = 5.000 $ | 50 $ | 1,00 % | 26,07 % |
Dazu kommen dann noch etwaige Dividendenzahlungen (bei Aktien, die sich in deinem Besitz befinden und auf die du Calls schreibst) und Zinsen (auf das vorgehaltene Kapital für die Puts).
Risiko im Optionshandel
Das Risiko bei verkauften (also short) Optionen liegt immer im Basiswert selbst.
Der Basiswert ist die Aktie / der ETF / der Index, etc. auf den sich die Option bezieht.
Bei einem verkauften Put trägst du das Risiko, dass der Kurs des Basiswerts unter deinen gewählten Strike fällt und du bei Andienung damit auf einem unrealisierten Kursverlust sitzt.
Beispiel: Put mit Strike 50 wird ausgeübt, Börsenkurs des Basiswerts bei 40.
–> unrealisierter Kursverlust: 1.000
Rechenweg: (50-40) x 100 Stück
Bei einem verkauften Call, bei dem du 100 Stück des Basiswerts besitzt (welcher also gecovered ist) trägst du das Risiko, dass du mehr Gewinn hättest machen können, wenn du den Call nicht verkauft hättest. Denn du musstest den Basiswert zum Strike verkaufen, obwohl der Markt gerade mehr dafür bieten würde.
Beispiel: Call mit Strike 60 wird ausgeübt, Börsenkurs des Basiswerts bei 70.
–> entgangener Gewinn: 1.000
Rechenweg: (70-60) x 100 Stück
Außerdem könnte der Kurs des Basiswerts während der Laufzeit der Option fallen, was dir wiederum unrealisierte Kursverluste bescheren könnte. Das Problem hast du aber auch ohne Optionen, als Buy&Hold-Anleger.
Kritisch wird es, wenn du einen ungedeckten Call verkaufst, das heißt, du besitzt den Basiswert nicht. Dann ist dein Risiko theoretisch unendlich, denn ein Basiswert kann unendlich hoch steigen.
Beispiel: Call mit Strike 60 wird ausgeübt, Börsenkurs des Basiswerts bei 100.
–> Kursverlust durch Deckung des Leerverkaufs: 4.000
Rechenweg: (100-60) x 100 Stück
Risikomanagement
Um absolut sicher zu sein, solltest du nur so viele Puts verkaufen, wie du Cash hast. Damit kannst du im Worst-Case (Andienung aller Puts gleichzeitig) alle Basiswerte kaufen und rutscht nicht in den Marginkredit.
Beispiel: Du hast 50.000 $ Cash im Depot. Damit könntest du maximal folgende Puts schreiben:
5 Puts mit Strike 50 = 25.000 $
10 Puts mit Strike 25 = 25.000 $
–> Gesamt: 50.000 $ Cashbedarf
Bei den Calls kannst du dein Risiko quasi eliminieren, wenn du nur gedeckte Calls verkaufst. Das bedeutet, dass du jeweils 100 Stück des Basiswerts pro verkaufter Call-Option besitzt.
Das Kursrisiko des Basiswerts bleibt aber bestehen.
Außerdem hast du immer die Möglichkeit, dein Risiko durch parallel gekaufte (long) Optionen zu begrenzen.
Steuerliche Behandlung von Optionen
In Deutschland werden Gewinne aus Stillhaltergeschäften mit der Abgeltungssteuer (+ Soli und ggf. Kirchensteuer) belastet.
Das heißt: 26,38 % + ggf. Kirchensteuer.
Verluste aus dem Kauf oder Verkauf von Optionen können seit 2024 endlich wieder unbeschränkt miteinander verrechnet werden.
Optionshandel lernen
Optionen handeln lernen – Schritt für Schritt
Das erreichst du mit meinem Komplettpaket, das aus dem eBook „Optionen verstehen & profitabel handeln“ und 5 Cheat-Sheets besteht:
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Tipps für den Einstieg in den Optionshandel
Nimm dir die Zeit und arbeite dich gewissenhaft in das theoretische Wissen ein. Die Grundbegriffe müssen sitzen.
Lass dich aber auch nicht von der Vielfalt der möglichen Strategien überwältigen. Die Lernkurve ist zwar steil, aber mit entsprechender Hilfe – zum Beispiel im 1:1 Coaching mit mir – durchblickst du das Thema noch schneller als im Alleingang.
Lege deinen Fokus nicht auf die potentiellen Gewinne, sondern immer auf das Risiko, das du eingehst.
Arbeite dich Schritt für Schritt voran und lerne mit der Zeit immer mehr Strategien. Durch die Erfahrung wirst du immer sicherer im Umgang mit Optionen.
Starte jetzt durch und hole dir das eBook „Optionen verstehen & profitabel handeln“ inklusive den 5 Cheat-Sheets im Komplettpaket zum vergünstigten Preis (gegenüber den Einzelprodukten):
Broker für den Optionshandel

Leider bietet nicht jeder deutsche Broker den Handel mit Optionen an. Und wenn, dann meistens mit horrenden Gebühren (z.B. 20 € Gebühr pro Trade – bei 50 € Prämie nicht sehr lukrativ…).
Meldest du dich über meinen Link (inkl. Eingabe des Gutscheincodes) an, kostet dich der Verkauf einer Option nur 3 $ bzw. 1,8 € (anstatt 3,5 $ und 2,0 €). Damit bleibt der Löwenanteil der Prämie bei dir und nicht beim Broker!












