Vorwort
In diesem Beitrag schlüssele ich euch die Optionstrades Juli 2025 auf und zeige euch, welche Cashflows sich daraus ergeben haben. Außerdem erfahrt ihr, wie hoch der aktuelle Zeitwertverlust (das Theta) pro Monat ist.
Falls du dich auch für vergangene gleichartige Beiträge interessierst, kannst du in der Kategorie „Trades“ stöbern.
Gedanken zum Monat
Über den Juni verteilt hat sich der S&P500-Index um über 141 Punkte erholt. Das entspricht einer Steigerung von ca. 2,2 %. Die Zölle wurden dann doch nicht so heiß gegessen, wie sie gekocht wurden…
Das bisherige Allzeithoch wurde nun um 201 Punkte überschritten. Damit haben wir ein neues Alltime-High.
Ich habe – wie immer – die offenen Optionen so gerollt, dass sie möglichst am Geld liegen oder weit genug in der Zukunft auslaufen, falls sie im Geld stehen.
Wie du aber sehen kannst, ist mir das Rollen so gut wie immer mit einer weiteren Prämieneinnahme gelungen.

- Du willst endlich den Rendite-Booster im Depot zünden?
- Du willst in allen Marktphasen – egal ob fallend oder steigend – Geld verdienen?
- Du willst dich endlich für deine Limit-Orders und fürs Warten bezahlen lassen?
- Die Statistik soll endlich auf deiner Seite sein?
- Du willst wissen, wie du mit Optionen jährlich 10 – 30 % Rendite erwirtschaften kannst?
Das ist ja gerade das Schöne am Optionshandel 😊 Man kann sogar Trades, die gegen einen laufen, durch geschicktes Rollen über die Zeit wieder zu Gewinnern machen. Jedoch ist dazu oft Geduld nötig, was Nicht-Optionshändler meistens nicht verstehen können und dann erstmal meinen, dass die Strategie nicht gut sei, weil man auf Buchverlusten sitzt…
Übrigens: Wer mehr zum Thema Optionen erfahren will, kann dies in der Beitragsserie „Optionen erklärt“ tun. Hier gehts direkt zum ersten Teil: Grundbegriffe.
Die Optionstrades Juli 2025
Folgende 54 Trades habe ich getätigt und damit Cashflow erzielt:
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Unterm Strich ergibt sich ein Cashflow von +5.628,91 $
(Berechnung: Erlös von 5.844,00 $ abzüglich den Gebühren in Höhe von 215,09 $)
Übrigens: Ein Pärchen (Buy + Sell) zur selben Uhrzeit bedeutet, dass ich die Option gerollt habe.
Achtung: Der Wert hier ist noch vor Steuerabzug angegeben, also Brutto.
Weitere Einnahmen
Hier findest du meine gesamten Einnahmen der letzten Monate: Monatsberichte
Aktuell offene Optionstrades Juli 2025
Hier siehst du noch meine aktuell offenen (also noch nicht verfallenen) Optionstrades, zusammen mit der Anzahl, ob Long oder Short und dem unrealisierten Gewinn / Verlust zum Monatsletzten (so wie es mein Broker im Kontoauszug darstellt).
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Beim unrealisierten Gewinn / Verlust gab es eine Veränderung zum Vormonat von – 32.182,51 $.
Das aktuelle Theta (Zeitwertverfall) beläuft sich auf ca. 235 $ / Tag, was in etwa 7.050 $ / Monat entspricht.
Sollten sich die Kurse der Basiswerte nicht bewegen, verdienen meine Positionen also über 7.050 $ im Monat. Und das nur, weil die Zeit vergeht…
Das ist übrigens der Vorteil als Stillhalter. Die Zeit vergeht immer. Und daran verdient der Stillhalter.
Willst du dich eingehend mit dem Optionshandel beschäftigen? Dann kann ich dir dazu meine Produkte empfehlen.
Aktuell eingebuchte Positionen
Und hier siehst du die aktuell durch meinen Optionshandel eingebuchten Aktien mit der Anzahl, dem aktuellen Marktwert und dem unrealisierten Gewinn / Verlust zum Monatsletzten (so wie es mein Broker im Kontoauszug darstellt):
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Wo kann man Optionen handeln?

Leider bietet nicht jeder deutsche Broker den Handel mit Optionen an. Und wenn, dann meistens mit horrenden Gebühren (z.B. 20 € Gebühr pro Trade – bei 50 € Prämie nicht sehr lukrativ…).
Meldest du dich über meinen Link (inkl. Eingabe des Gutscheincodes) an, kostet dich der Verkauf einer Option nur 3 $ bzw. 1,8 € (anstatt 3,5 $ und 2,0 €). Damit bleibt der Löwenanteil der Prämie bei dir und nicht beim Broker!
Wie lief es bei dir?
Konntest du auch Prämien durch den Optionshandel einnehmen?
Wenn ja, wie viel?
Lass es mich gerne in den Kommentaren wissen.
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Ich hatte nur Prämien aus meinem AGNC-Trade. Mein Depot ist aber nun weitestgehend umgebaut und ich kann mich dem nächsten Projekt widmen, zurück zum Optionshandel.
Nötig wäre aber noch ein gewisses Regelwerk. Also in etwa sowas:
– welche Aktien (oder ETF) bzw. die Auswahlkriterien
– Laufzeiten ( v.a. kurze, wann lange)
– Stop-Loss (z.B. 100%)
– Gewinnmitnahme (z.B. bei 50%)
– wann Rollen, wann Posi aufgeben, wann einbuchen oder verkaufen lassen
Die Auswahl der Aktien werde ich v.a. über Finviz machen, die dortigen Daten reichen mir. Ich suche eher wenig volatile seitwärts laufende Aktien, ggf. leicht aufwärts. Divi wäre gut. Und auf die Zinssensitivität will ich achten.
Als nächstes werde ich wohl nächste Woche Puts auf APLE verkaufen, vermutlich 12.5er. Dabei eher längere für höhere Prämien.
Wie ist eigentlich dein Risiko- und Gewinnmanagement, Manuel? Hast du Stops und Gewinnziele?
Hey passiveinkommen,
Wie gesagt, AGNC würde ich nicht veroptionieren oder im Depot haben wollen…
Ansonsten: Ja, so ein Regelwerk braucht man, wobei es auch nicht zu detailliert sein darf meiner Meinung nach.
APLE ist grundsätzlich noch unterbewertet, aber die Optionskette ist da nicht wirklich gut…
Zu deiner Frage:
Risiko: Das definiert sich über die Auswahl der Aktien, die ich veroptioniere. Hier setze ich auf Fundamentalanalyse und lange Reihen von Dividendenausschüttungen etc.
Ergo: Das Risiko liegt immer im Basiswert, nie in der Option.
Stops habe ich nicht, sehe ich eher kontraproduktiv, die werden oftmals „abgefischt“.
Gewinne nehme ich recht selten vorzeitig mit, das muss sich richtig gut lohnen dann.
Ein Gewinnziel habe ich auch eher nicht, ich trade einfach, was der Markt und mein Depot hergeben.
Aber ich hätte gerne mind. 1 % im Monat, also 12 % im Jahr an Prämie.
Liebe Grüße,
Manuel
Danke für deine Infos.
Das Problem ist ja, dass die eigene Einschätzung falsch sein kann oder sich die Lage verändert. Das ist mir leider schon zu oft passiert.
Nehmen wir APLE. Ich dachte, die fallen weiter, da die Anzahl der Touristen wegen Trump zurückgeht, was schlecht für Hotels ist. Nun zeigt sich aber, dass APLE weniger abhängig von Touristen ist. Und die Zahl der Touristen geht nur wenig zurück. Wären es zu viele, gäbe es Side-Effekte, d.h. Touristen-Hotels würden versuchen, an APLEs Kunden ranzukommen.
Ich möchte es nun mit APLE probieren. Aber es gibt keine Garantie auf Erfolg. Nehmen wir mal an, Trump würde Chicago angreifen wie auf seinem irren Bild, dann ist Game over für die Hotels. Ich glaub’s nicht, aber wenn sowas ähnliches passiert, muss ich die Verluste realisieren.
Was mir in der Vergangenheit sehr schwer fiel. Oft fällts dann an Tag 1 um mehr als 20% und man denkt, das ist übertrieben. Leider oft ein Irrtum.
Hey passiveinkommen,
wir tauschen uns jetzt ja schon längere Zeit über die Kommentare aus.
Mein bisheriger Eindruck ist, dass du zu wenig Geduld an den Tag legst und deine Analysen manchmal zu sehr auf kurzfristigen Ereignissen basieren.
Außerdem glaubst du dem Marktpreis scheinbar mehr als deiner eigenen Analyse.
Und genau hier ist meiner Meinung nach das Problem.
Ich investiere anhand der Gewinne / Cashflows / Umsätze / Bilanz, etc.
Mir relativ egal, was der Markt davon hält.
Ich kaufe Unternehmen, wenn sie günstig sind und verkaufe sie wieder, wenn sie teuer sind.
Also anti-zyklisch und nicht pro-zyklisch.
Das ist der entscheidende Punkt.
Beispiel: Flowers Foods. Wird aktuell dermaßen vom Markt nach unten geprügelt. Die Dividende steht jetzt schon bei 6,77 % und wird mit 3-4 % im Jahr gesteigert.
Dabei werden nur um die 50 % des Cashflows (nach Erhaltungsinvestitionen) ausgeschüttet. Es steht mit 36 % Eigenkapitalquote da, investiert massiv in neue Marken. Die Zinszahlungen belaufen sich auf weniger als 7,5 % des Einkommens.
Das Unternehmen war in den letzten 15 Jahren noch nie so günstig zu haben, hatte noch nie so viel Umsatz / Anteil oder Cashflow / Anteil.
Da nehme ich gerne Anteile in mein Depot auf.
Irgendwann dreht dann die Stimmung am Markt wieder und es geht wieder nach oben.
Aber das muss man aussitzen können.
In der Zwischenzeit nehme ich gerne die Dividende mit.
Genau gleich habe ich es bei BTI und MO gemacht.
BTI ist inzwischen verkauft, knapp 100 % Kursgewinn gemacht, jetzt aber zu teuer geworden.
Ich hoffe, meine Zeilen helfen dir ein bisschen weiter.
Liebe Grüße,
Manuel
Ich kann das erklären, bin ja schon 20 Jahre dabei, andere hier vermutlich noch länger an der Börse. Es gibt eben Fälle, da wartet man zu lang und dann ist die Firma pleite. Man hats dann halt nicht kommen sehen.
Da gibts leider viele Beispiele. Nehmen wir mal Varta. Der Kurs ging hoch und runter. Die sind in der richtigen Technologie investiert. Viele haben also den Absturz mitgemacht, womöglich nachgekauft, wird sich ja wieder erholen. Muss halt nicht. Wirecard sah ja auch gut aus, war aber eben Betrug. Meine Central Asia Metals hat sich wieder leicht erholt, bleibt aber unbeliebt.
Meine Erkenntnis daraus ist, wenn der Kurs fällt, wird was dran sein. Muss nicht, aber oft lässt sich der Markt dann nicht mehr „stoppen“.
Der Chart von Flower Foods sieht gruselig aus. Früher habe ich gern in solche Aktien investiert. Aber wo ist unten? Ich habe zu oft gesehen, dass bei -90% unten ist, das wäre dann bei FLO 3 USD. Warum fällt die Aktie? Es muss einen Grund geben. Vielleicht war sie dem Markt vorher auch zu teuer, man zweifelt am Geschäftsmodell, erwartet Konkurrenz, Zukunft langweilig – was auch immer.
Wenn sie bei 15 USD stoppen würde, gute Sache. Die Divi gefällt mir. Aber nicht, wenn ich die Aktie Ende des Jahres auch für 10 USD kriege. Ich werde mir die Aktie aber merken und sie weiter beobachten.
Unbedingt aber danke für deine Posts, deine Einschätzung und deine unermüdlichen Antworten. So komme auch ich voran.
Varta ist eine deutsche Aktie, die fasse ich ungern an, zwecks Starug Gesetz.
Außerdem gibts meistens nur Jahresberichte, keine Quartalsberichte.
Dann brauche ich mir da nur den Chart anschauen. Seit Januar 19 ging das Ding einfach in den Blasenmodus über. Von 31 auf 148 Euro hoch.
Da hat sich wohl kaum der Umsatz oder der Gewinn / Cashflow verfünffacht in der Zeit.
Aber hier sind wir wieder bei dem, was ich dir ständig sage: Der Kurs hat keine Aussagekraft.
Die Fundamentaldaten sind des Rätsels Lösung.
Wirecard konnte man sehen an der Bilanz, dass da was nicht stimmt. Irgendwie bestand die Bilanz quasi nur aus Cash auf Treuhandkonten.
Aber da hatte ich noch nicht in Einzelaktien investiert, kann also nichts genaueres nennen.
Bei Central Asia Metals fehlt mir noch die Historie in den Zahlen, die gibt es ja nicht so lange.
Zu Flowers Foods: Ja, der Chart sieht gruselig aus. Aber genau hier hörst du scheinbar auf mit der Analyse.
Aber es geht eben noch weiter, ich hatte ja einige Dinge schon im letzten Kommentar angesprochen, was gut ist an dem Unternehmen.
Vielleicht steige ich hier auch zu früh ein und muss noch ein bisschen Kursverlust erleiden, aber die Aktie wird wieder kommen in meinen Augen…
Gerne, ich bin ja immer bereit, Fragen zu beantworten / zu diskutieren. Bringt mich selbst ja auch voran 🙂
Liebe Grüße,
Manuel
Ich verstehe ja Deine Einstellung, so habe ich früher auch gedacht. Nämlich das irgendwann immer meine fundamentale Bewertung durchschlägt.
Ich hatte nur ein paar Beispiele genannt, die mir gerade einfielen. Es gibt natürlich noch viel mehr. Es gibt auch noch andere Kurs-Risiken, z.B. eine Übernahme. Ist mir mehrfach passiert. Oben gekauft, Kurs fällt warum auch immer, Aktie wird billig übernommen, Übernahmefirma will ich aber nicht haben. Und man verliert halt auch Zeit, wenn so eine Aktie fällt und fällt.
Aber wir verrennen uns da irgendwann untereinander, haben unsere Einschätzung ja ausgetauscht. Hier wäre es schön, wenn sich auch andere User mit ihrer Erfahrung äußern würden.
Am besten ist, unsere Aktien steigen einfach in Zukunft, dann gibts keine Zweifel. 🙂
Ja, wäre schön, wenn sich noch paar User mit einklinken 🙂
Hier übrigens mal noch ein Auszug aus TradingOpps.de zur Fair-Value-Bewertung von Central Asia Metals: https://derfinanznomade.de/wp-content/uploads/2025/09/CAMLF_Bewertung.jpg
2024 März bis September hätte ich nicht gekauft, da überbewertet.
Ich wäre eventuell im Juli 25 eingestiegen, weil wir da 20 % unterbewertet waren.
Aber da die fast alles als Dividende ausschütten, dann doch nicht.
Liebe Grüße,
Manuel
Danke für deinen Screenshot zur Bewertung von CAML.
Zeigt auch das Problem, wie schwierig Aktienbewertung ist. Die Firmen sind ja unterschiedlich. CAML ist eine Minenaktie, die Reserven sind aber nicht Teil der Bilanz. Wie entwickeln sich die Rohstoffpreise? Wohin gehen die Kosten? Kaufen sie doch noch zu?
Warum habe ich die Aktie?
– keine Schulden
– viel Cash
– hoher Gewinn
– gute Margen
– hohe Reserven
– relevante Rohstoffe
Und erst daraus ergibt sich die hohe Divi-Rendite. Die ist eher zu konservativ, andere würden vielleicht 15% machen statt 10%. Cash Flow ist ja fett.
Aber dem Markt gefallen Kasachstan und Nordmazedonien nicht.
Ich habe tatsächlich unten nachgekauft (etwas über 140 Pence) und hoffe nun wieder auf die 9 Pence Divi im Oktober.
Hi,
ja ich kenn das, wenn Du denkst es ist unten, kann es aber auch erst die Hälfte der Abwärtsbewegung sein.
Somit musst Du eben auch einen Trendumkehr/Trendwechsel warten. Ich schaue mir sowas im Daily an.
Wenn dieser vollzogen ist, habe ich einen Entry. Dann kann ich auch gleichzeitig einen Stop Loss setzen,
somit mein Risiko begrenzt. Ich handle Aktien fast ausschließlich so, ich nehm sicher nicht das fallende Messer und
verliere erstmal 50%, das ist nicht mein Stil.
Muss aber hinzufügen, dass ich fast keine Aktien mehr handel, da gibt es oft verschiedenste Gründe warum
etwas steigt oder fällt. Bis ich das mitbekomme, ist es meist zuspät.
VG
Luke
Danke für deine Sichtweise Luke 🙏
Das mit dem Warten auf die Trendumkehr ist bestimmt keine schlechte Idee. Da bin ich dann manchmal noch etwas zu ungeduldig 🙈
Aber zumindest habe ich diese Strategie schon implementiert beim Ausstieg aus Aktien, die stark über meinem Fair Value gestiegen sind.
Hier lasse ich jetzt tatsächlich immer weiter nach oben rennen und verkaufe erst, wenn der Markt dreht.
Stop Loss halte ich eher nichts davon, da die gerne mal abgefischt werden und es danach wieder hochgeht…
Liebe Grüße,
Manuel
Danke an dich, 101-dm und natürlich Manuel, dass wir diese kleine Diskussion haben. Wir können ja alle nur lernen.
Den Ansatz, auf die Umkehr oder wenigstens einen Boden zu warten, versuche ich mir auch einzutrichtern. Was hindert mich daran? Die Gier. Statt APLE z.B. gleich nach der Umkehr zu kaufen, habe ich gezögert, war ja plötzlich wieder teurer. Selbst Schuld.
Das gleiche im Abwärtstrend, wo es ja immer billiger wird. Man will nicht raus, aber oft ist es leider besser.
🙂 Gern schreibe auch ich hier mal meinen Standpunkt.
Meine Herangehensweise ist ein wenig anders. Ich setze nicht zwingend auf Dividenden-Titel, sondern möchte in erster Linie Stillhalter-Prämien einnehmen.
Dabei konzentriere ich mich im Research auch über Finviz und über Barchart auf fundamental starke Aktien. Da man auch bei bestem Research daneben liegen kann und die Kursentwicklung ohnehin nicht vorhersehbar ist, schreibe ich lieber ein paar Optionen mehr, gehe mit dem Strike dafür aber möglichst ein Stück weg (Delta 0,1 bis 0,2) und diversifiziere mich so.
Als Liquiditionsüberschuss lasse ich ca. 50 % als Sicherheit auf dem Konto stehen und hedge mich ähnlich wie Manuel mit VIX-Optionen.
Und wenn dann doch mal ein Titel eingebucht wird, dann drehe ich eben am Wheel of Fortune. 😉
Schreibt gern, was ihr davon haltet, wo mögliche Fallstricke/Denkfehler sind und wie ihr an die Sache rangeht.
Auch dir besten Dank für deinen Kommentar!
Wie meinst du das, dass du lieber ein paar Optionen mehr schreibst?
Sind die dann alle noch cash secured / covered?
Liebe Grüße,
Manuel
Hi Manuel,
ja, ich verkaufe natürlich nur Cash Secured.
Und mit „ein paar Optionen mehr“ meine ich, dass bei einem Delta von 0,1 bis 0,2 die Prämien geringer sind, als nah am aktuellen Kurs. Dafür ist aber auch die Wahrscheinlichkeit viel kleiner, die Aktien eingebucht zu bekommen. Um trotzdem eine akzeptable Gesamtsumme an Prämien einzunehmen, verkaufe ich mehr Optionen und verteile diese möglichst homogen auf verschiedene Expiration-Dates.
Über den Trump-Crash bin ich mit dieser Strategie gut hingekommen. Auch wenn die Kontostände zwischenzeitlich gefährlich zusammengeschmolzen waren.
Solange wir nicht in einen Bärenmarkt schlittern, in dem die Kurse über längere Zeit durchschnittlich 2% oder mehr pro Woche verlieren, sehe ich keine großen Gefahren.
Bin ich da zu blauäugig? Wenn ja, warum?
VG
Hey 101-dm,
das verstehe ich jetzt nicht.
Wenn du mehr Optionen verkaufst, weil du ein niedriges Delta wählst, als du verkaufen würdest, wenn du am Geld handeln würdest, dann musst du doch auch mehr Kapital vorhalten?
Weil 1 Put mit Strike 50 braucht halt 5.000 $ an Kapital
Und 2 Puts mit Strike 35 brauchen dann halt 7.000 $ an Kapital
Solange alles trotzdem noch 100 % cash secured ist, sehe ich keine große Gefahr (jedenfalls nicht durch die Optionen, wenn dann durch die Auswahl der Basiswerte).
Aber meistens ist es so, dass die maximale Kapitalbelastung bei kleinen Deltas höher ist als bei 0,5 Delta (siehe Beispiel oben).
Liebe Grüße,
Manuel
Komplett korrekt, was du schreibst. Du hast zweifellos die größere Erfahrung im Optionshandel. Und allein das beschert mir das Gefühl, irgendetwas zu übersehen oder falsch einzuschätzen.
Meine Denkweise ist folgende:
Bei geringem Delta ist die Wahrscheinlichkeit, die Aktien eingebucht zu bekommen, sehr klein (nach dem Trump-Crash gerade mal eine einzige). Somit ist der wirklich gebrauchte Kapitalbedarf auch geringer, als würde ich Delta 0,3 oder höher wählen und ständig Aktien eingebucht bekommen.
Dabei halte ich mich konsequent an die Regel, dass der Liquiditätsüberschuss beim Schreiben der Optionen nicht unter 50 % sinkt, um ausreichend Puffer zu haben, wenn es wieder einmal kracht an der Börse.
Danke für die Blumen 🙂
Die Wahrscheinlichkeit mag geringer sein, dass Optionen ausgeübt werden, aber sie ist nicht null.
Das heißt, du solltest trotzdem so viel Cash haben, dass du alle Short Puts eingebucht bekommen könntest.
Sonst ist es nicht cash secured.
Unterm Strich kannst du dann aber trotzdem weniger Prämien einnehmen, als wenn du am Geld handeln würdest.
Außer natürlich, du bist nicht komplett cash secured…
Liebe Grüße,
Manuel
Hallo,
dann werd ich mal auch meinen Senf dazu geben… 😀
Ich seh es wie 101-dm, lieber weiter weg.
Kurz zu meiner Strategie, bestehend aus 2 Säulen, Dividendenaktien und Cashflow aus Optionsprämien zum Kaufen dieser Aktien. Führende Kennzahl ist Dividende pro Monat, gerne Hochdividenden im zweistelligen Bereich aber auch Wachstum im hohem einstelligen Bereich. Damit wäre die erste Säule auch schon umschrieben. Zweite Säule ist zum einen stetiger Cashflow aus Futureoptionen (meist so Delta 5 als Strangle), in meinem Fall Silber. Hier hab ich nen gestaffelten Verfall von (bestenfalls) 1-5 Monate, durch rollen kann es aber auch mal weiter weg gehen. Ich hab hier als Kennzahlen Duration und Theta, welche ich täglich im Blick behalte. Dieses ist natürlich nur mit Margin machbar, es wäre sonst auch sehr unwirtschaftlich…. Auch ne Versicherung hat nicht alle Zeitwerte aller Autos rumliegen… Zudem ist es durch Rollen und Schließen immer möglich das Risiko zu verringern, daher versteh ich auch nicht, das etwas ungewollt eingebucht wird. Mein Motto hier ist lieber gutes Risikomanagement als zu viel Cash zu blockieren. Zudem können bei Strangle auch nicht beide Seiten im Risiko sein. Hier verzichte dafür auf gängige Analysen wie IVR oder Trend – auch weil ja monaticher Cashflow das Ziel ist.
Damit zum 2. (kleineren) Teil der Optionssäule: Aktienoptionen. Hier gerne Delta 30 – 50 wenn ich die Div Aktie wirklich haben will. Die Auswahl basiert allein auf einen Blick bei Divvydiary und die Div Entwicklung dort. Allerdings suche ich gezielt nach bestimmten Monaten oder Währungsräumen (aktuell 7 aktiv). Diese haben dann meist mit 6-9 Monaten Laufzeit. Aber auch Puts auf Aktien mit hoher Vola, die man auch gut rollen kann, z.B. Roku, wo ich meist Delta 15-25 handele und einen Verfall nach den Earnings. Diese möchte ich dann aber nur der Prämie wegen.
Ich hoffe damit mal einen kurzen Standpunkt für Marginhandeln geben zu können – und die weitere Diskussion hier zu bereichern.
@Manuel: Wie lange seid ihr noch in Paphos, wie gefällt es euch? Zypern wäre auch eines meiner potenziellen Ziele, wenn es soweit ist. Wir waren auch schon mal zu Probe da 😀
Grüße Sebastian
Hey Sebastian,
vielen Dank für deine Sichtweise 🙏
Das stimmt, Versicherungen haben auch nicht das Cash für alle Schadensfälle rumliegen.
Aber die versichern sich dann wieder selbst bei einem Rückversicherer, um im Fall der Fälle nicht pleite zu gehen.
Ich hab halt die Erfahrung gemacht, dass ungedeckte Optionen sehr böse enden können (grade in Marktturbulenzen).
Zu deiner Frage: Wir sind schon wieder zurück in Deutschland.
Hat uns ganz gut gefallen, wäre also ein mögliches Auswanderungsziel.
Aktuell hält uns noch hier:
– Familie / Freunde
– die hohen Mieten vor Ort im Gegensatz zu unserer aktuellen günstigen Wohnung
– die schlechte Bausubstanz (es wird sehr kalt im Winter in den Wohnungen)
– wir wollen noch etwas mehr Vermögen aufbauen
Wie war dein Eindruck?
Liebe Grüße,
Manuel
Wenn man hier auch mal ein wenig rumspinnen darf:
Es tun sich 5 Trader zusammen, die nach Zypern wollen, kaufen dort eine Immobilie mit 5 trennbaren Bereichen. Für jeden Bereich meldet jeder Trader ein Gewerbe an. Somit besteht die Pflicht, nur mindestens 60 Tage in Zypern anwesend zu sein (hörte zumindest einer der Trader mal irgendwo), um dort steuerpflichtig zu werden und sich in Deutschland abmelden zu können. Die übrige Zeit im Jahr wird an Feriengäste vermietet. Und das wirft sogar nochmals etwas zusätzliche Rendite ab.
Um das Thema Sozialkontakte nicht verkümmern zu lassen, verabreden sich die Trader, zur gleichen Zeit ihre 60 Tage dort anwesend zu sein.
Den ganzen Verwaltungs- und Buchhaltungskram bzgl. Immobilie und Steuern übernehmen erfahrene Dienstleister vor Ort.
Alle verbringen eine glückliche Zeit! So, oder so ähnlich… 🤩
Hehe, coole Idee.
Aber bei mir scheitert es schon daran, dass ich nichts kaufen will und meine eigene Bude will 🙈
Aber man könnte ja auch mehrere Wohnungen im selben Komplex mieten…
Liebe Grüße,
Manuel
Hi.
Ich glaube es ist ähnlich wie in Portugal, das es in den großen küstenstädten recht teuer ist, aber im Bergland sind Dörfer leerstehend. Wenn man 20 min mit dem Auto fährt sollte man günstig Wohnraum bekommen.
Ich wollte dich eh mal fragen, wie du das mit der Steuer machst. Auf mich kommt jetzt wohl bald eine ordentliche Nachzahlung zu, da ja bei IB keine Abgeltungssteuer abgeführt wird.
Kann gut sein, aber wer will schon so weit weg vom Meer wohnen?
Also wir haben es schon genossen, gleich am Meer zu sein oder die vielen Restaurants in der Umgebung…
Das mit der Steuer ist ganz einfach, ich bezahle das einfach 😉
Und unterm Jahr führe ich Buch und lege die Steuern auf die Seite.
Liebe Grüße,
Manuel