Volksfest-Mini-Urlaub

Einmal im Jahr ist Volksfest

Jedes Jahr (wenn nicht gerade Corona-Maßnahmen dagegen stehen) ist bei uns in Straubing das traditionelle Gäubodenvolksfest. Es dauert ganze 11 Tage lang und ich freue mich jedes Mal riesig darauf. Volksfeste sind mir einfach viel lieber, als in die Disco zu gehen (liegt vielleicht auch schon an meinem Alter 🙈). Auch ein Frugalist darf Geld für den „Spaß“ im Leben ausgeben. Wie viel wir genau gebraucht haben und was sonst noch so passiert ist, erfahrt ihr hier:

Rückblick

Tag 1 – Freitag

Auftakt, erster Tag im Volksfest. In der Stadt tummeln sich ganze Menschenschwärme. Wir gehen während des Auszugs (Eröffnung, Vereine ziehen über eine längere Strecke mit Musik ins Volksfest ein) zum Volksfestgelände. Auf dem Weg treffen wir einen Freund von Nicole, der sogar selbst im Auszug mitgegangen ist. Wir kommen ins Gespräch und es stellt sich heraus, dass er unsere beiden Blogs liest.

Du findest Nicoles Blog übrigens hier: NicolesReise.de.

Er informiert sich ebenfalls gerne über Finanzen und Persönlichkeitsentwicklung, genauso wie wir. Auch der Optionshandel interessiert ihn sehr. Wir haben leider nur wenig Zeit, da wir uns mit einem anderen Pärchen treffen wollen. Also geht es weiter in Richtung Riesenrad. Von dort aus gehen wir dann gemeinsam weiter ins Weckmanns-Zelt, da hier die bekannten Gipfelstürmer spielen und die Band immer eine Wahnsinns-Stimmung ins Zelt bringt. So auch an diesem Abend.

Wir lassen uns etwas zum Trinken und Essen bringen – der Klassiker: eine große Volksfestbreze mit frischem Emmentaler-Käse und einer schönen Maß Bier. Anschließend wird abwechselnd die Musik genossen und Unterhaltungen geführt. Zu später Stunde gehen wir noch eine Runde über den Volksfestplatz, unsere Freunde losen noch ein „Einblatt“ und anschließend verabschieden wir uns.

Ausgegeben habe ich 14,50 €. Der Rest wurde mit Biermackerl bezahlt.

Tag 2 – Samstag

Am Samstag haben wir uns mit einer ganz lieben Freundin aus dem Fitnessstudio getroffen. Wir sind ins Wenisch-Zelt gegangen und haben es uns gut gehen lassen. Mal wieder Käse mit Breze – ich liebe diese Kombination einfach! Danach haben wir eine Runde über das Volksfestgelände gedreht und glasierte Erdnüsse mussten natürlich auch sein. Unsere Freundin war standhaft, nur wir haben wieder gesündigt (was zum Volksfest aber einfach dazugehört 😉) Dann ging es zur zweiten Runde ins Weckmanns-Zelt. Ein sehr schöner Abend, auch wieder etwas süffig!

Ausgegeben habe ich 56,00 €.

Tag 3 – Sonntag

Hier sind wir schon Mittags mit Nicoles Bruder ins Volksfest gegangen. Auf dem Weg dort hin haben wir eine Arbeitskollegin von Nicole mit ihrem Freund getroffen. Nach einer netten Unterhaltung ging es weiter ins Wenisch-Zelt, wo wir gut gegessen haben. Markus hat sich ein Eis gegönnt, das praktisch schon bei der Übergabe zerlaufen ist. Aufgrund der starken Hitze (im Zelt liefen uns die Schweißtropfen herunter und ich habe mir einen Sonnenbrand am Hals zugezogen) ging es im Anschluss an einen Badesee und wir haben dort unseren Nachmittag verbracht. Gute Entscheidung!

Ausgegeben habe ich 30,80 €.

Tag 4 – Montag

An diesem Tag haben wir ausgesetzt und einfach den Feiertag ohne Arbeit genossen.

Tag 5 – Dienstag

Am Dienstag sind wir nur schnell zu zweit ins Volksfest runtergegangen um Brotzeit zu machen und eine kurze Runde zu drehen. Nicole konnte ich nicht überreden, weshalb ich alleine ein Fahrgeschäft ausprobiert habe. Für eine zweite Runde hätte mein Magen ohnehin nicht hergehalten (war doch etwas heftiger als gedacht 😉). Anschließend gab es noch eine romantische Fahrt im Riesenrad ❤️ und ein Foto, das eine Freundin von Nicole von uns gemacht hat.

Ausgegeben habe ich 6,00 €, da wir alles mit Biermackerl bezahlt haben und nur die Trinkgelder oben drauf kamen. Das Riesenrad hat Nicole bezahlt.

Tag 6 – Mittwoch

Ebenfalls nur schnell zu zweit Abends zur Brotzeit und noch eine Runde drehen. Nicole wurde aufgrund der starken Hitze fast „schwummrig“. An diesem Tag steigt das Thermometer auf 34 Grad! Für das Volksfest ist das leider viel zu warm.

Ausgegeben habe ich 19,60 €.

Tag 7 – Donnerstag

Hier hatten wir beide unseren Betriebsabend, wo für mich alle Getränke und Essen frei waren. Es gab zur Abwechslung Ochsenbraten und „Radlermassen“. Um ca. 21 Uhr hat mich Nicole zusammen mit einer Kollegin zur Lampionfahrt (beleuchtete Schiffe und Fackelschwimmer auf der Donau mit musikalischer Untermalung) abgeholt. Leider hatten diese Idee sehr viele Leute und wir haben nicht wirklich viel gesehen. Zum Glück war das anschließende Niederfeuerwerk doch nicht so nieder wie gedacht, und wir konnten es schön über den Bäumen verfolgen. Wie sich rausstellte, mussten viele meiner Kollegen mit ihren Freundinnen dort hingehen 🙈

Tag 8 – Freitag

Eine Bekannte von Nicole ist kürzlich von Wien nach Straubing gezogen. An diesem Freitag treffen wir uns mit ihr und ihrem Freund – wie so viele andere auch am Riesenrad. Sie sind sofort sehr aufgeschlossen und uns beiden sympathisch. Wir entschließen uns, ins Nothaft-Zelt zu gehen, da dort die Stimmung gut ist und wir noch Biermackerl von diesem Zelt haben. Zuerst scheint es aussichtslos einen Platz für 4 Personen zu finden, aber da Gottseidank mein Arbeitgeber täglich mehrere Tische in diesem Zelt reserviert hat, können wir uns dort niederlassen.

Wir unterhalten uns gut, bestellen uns allen ein Abendessen und lassen uns unsere Massen schmecken. Danach gehen wir eine Runde über das Volksfest und bleiben beim Lechner-Zelt hängen. Dort spielen die Dirndlknacker, welche eine Mords-Stimmung ins Festzelt bringen. Es dauert nicht lange, und auch wir stehen auf den Bierbänken und tanzen zur Musik. Kurz vor Mitternacht muss die Band leider aufhören und wir gehen noch zur Hafenbar (Cocktails & Drinks direkt am Volksfest). Nachdem wir uns zur Bar durchgekämpft haben, trinken wir genüsslich unseren Cuba-Libre. Leider muss dann auch die Hafenbar kurz nach Mitternacht den Betrieb einstellen und wir gehen gemeinsam hoch in die Stadt, um auch hier noch Cocktails zu trinken.

Alles in allem ein extrem guter und lustiger Abend! Wir wollen uns wieder treffen und etwas gemeinsam unternehmen. Wir harmonieren gut zu viert, sind auf einer Wellenlänge und können viel lachen. Kurz bevor wir uns verabschieden, fängt es an leicht zu regnen. Schnell laufen wir Richtung Wohnung, wo uns auf dem Weg noch die ein oder andere „Bierleiche“ begegnet. Um 3 Uhr früh schlafen wir dann endlich tief und fest.

Ausgegeben habe ich 26,50 €, auch da Nicole einiges bezahlt hat und wir Biermackerl genutzt haben.

Tag 9 – Samstag

Wir stehen erst sehr spät auf und sind nicht ganz auf der Höhe, da uns der viele Alkohol des gestrigen Abends doch etwas mitgenommen hat. Dazu kommt, dass es aus Kübeln schüttet. Zuerst 34 Grad Hitze, dann Regen und Kälte. Der deutsche Sommer ist ein kleiner Witzbold. Nachdem uns zwei Pärchen ebenfalls aufgrund des Wetters abgesagt haben, machen wir uns einen gemütlichen Abend auf der Couch.

Tag 10 – Sonntag

An diesem Abend soll im Lechner-Festzelt die Band Bluesbriederchen spielen. Eine Schulfreundin von mir ist Fan der Band (und kennt auch alle Mitglieder, genauso wie von der Vorband) und will deshalb unbedingt hingehen. Nicole kennt den Pianisten – ihr direkter Vorgesetzter. Also treffen wir uns um 19 Uhr am Zelt und suchen uns einen Platz, was heute überhaupt kein Problem ist, da das halbe Zelt leer ist – wie schon so oft im Lechner in den letzten Jahren.

Wir holen uns wieder Käse, Breze und eine schöne Maß Radler und genießen die Vorband. Die Freundin lässt uns für eine Zeit alleine, da sie zur Band rübergeht und sich dort unterhält. In der Zwischenzeit versuche ich die Wogen zu glätten, da ein Arbeitskollege von Nicole meint darauf hinweisen zu müssen, dass man laut Arbeitgeberrichtlinien von sich kein Bild mit Alkohol posten darf. Dagegen würden im Moment einige Kollegen verstoßen. Nicole solle da als Social Media Beauftragte etwas dagegen unternehmen (am Sonntag Nachmittag, im Urlaub!). Wie sich rausstellte, meinte er das nicht als Spaß, sondern als bitteren Ernst. Hier sieht man wieder, wie eingeengt man in seinen Handlungen ist, wenn man Arbeitnehmer ist und wie dreist manche Kollegen sind, die nicht mal an einem Sonntag vor Nachrichten zurückschrecken.

Ich bestelle aufgrund der Situation liebe eine richtige Maß, damit der Abend gut weitergehen kann. Die Freundin kommt zurück und wir drehen draußen gemeinsam noch eine Runde, damit wir dann pünktlich wieder zum Beginn der Bluesbriederchen im Zelt sind. Dieses Mal gibt es sogar eine Tanzfläche und nach ein bisschen mehr Bier tanze sogar ich mit den anderen darauf – bis kurz vor Mitternacht. Ein paar Arbeitskollegen von mir sind auch da und feiern ausgelassen. Nach der Vorstellung und nachdem sich alle verabschiedet hatten, eilen wir noch zum Gokart-Fahrgeschäft, wo ich mit meiner Schulfreundin ein paar Runden zu zweit drehe.

Ausgegeben habe ich exakt 40 € – ohne Biermackerl wäre es noch mehr gewesen.

Tag 11 – Montag

Am letzten Tag können wir leider nicht ins Volksfest gehen, da sich Nicole eine Mandelentzündung (erfahren wir später) zugezogen hat. Am Abend wollten wir uns das große Abschluss-Feuerwerk anschauen – so hören wir nur die explodierenden Raketen von der Wohnung aus.

Gesamtkosten

Insgesamt hat mich dieser kleine 11-tägige Mini-Urlaub 193,40 € gekostet. Nicole hat auch nochmal ca. 110 € ausgegeben. Also ca. 300 € insgesamt + 13 Biermackerl für 8 Tage Volksfest zu zweit. Finde ich voll in Ordnung für die Menge an Spaß, die wir hatten 😊

Impressionen

Magst du Volksfeste?

Gibt es bei dir in der Nähe auch solche Feste?

Wenn ja, besuchst du diese?

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